Vinicio Bastidas - Zeichnungen
 

NoBody

von Birgit Pelzmann

Vinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio BastidasVinicio Bastidas

Im Zentrum des Projektes NoBody steht der „Mensch“. Durch die Veranschaulichung des menschlichen Körpers stellt die Kunst die Gesellschaft innerhalb der Fluktuation des körperlichen Daseins, der abstrakten Werte, der Gemeinschaft und des Individualismus, der Kultur und der Eingrenzung in Frage. In der Gegenüberstellung mit den ständigen, schnellen Bedingungen und Anforderungen der globalisierten Welt, wird der Mensch laut Bastidas zu sich selber zurück geschickt, in der Suche nach einem eigenen Platz auf der Erde.

Das Nomadenleben wohnt dem Künstlerleben inne. Es ist absolut wesentlich in dem Leben vieler Künstler heutzutage, dass sie nicht dauerhaft an einem Ort bleiben, entweder wegen dem wirtschaftlichen Druck oder wegen anderen geschäftlichen Gründen, oder auch aus inneren Beweggründen. Wegfahren und Ankommen, Offensein für neue Erfahrungen, ohne die eigene Identität zu verlieren: das sind wesentliche Faktoren für die persönliche und künstlerische Entwicklung des Vinicio Bastidas. Seine Werke sind biographisch und doch universell. Ein immer wieder kehrendes Thema bei ihm ist das menschliche Fleisch - Körper und Organe – unser innigstes Ich. Das Festmahl fasst alle wesentlichen Faktoren zusammen, die das Werk dieses Künstlers ausmachen, der in Ecuador geboren wurde. Es fokussiert auf das Mahl als wesentlicher Bestandteil der menschlichen Geselligkeit. Die Leute genießen, öffnen sich, sind Teil einer Gruppe und geben so ein Teil von sich auf. Die genauen anatomischen Studien von Organen, Knochen, Nerven und Muskeln auf Pappteller zeigen die Komplexität des menschlichen Körpers und gleichzeitig seine Vergänglichkeit.

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